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You Only Race Twice – Der Aston Martin DB4 GT Continuation
Seien wir ehrlich — Aston Martin hat noch nie Autos gebaut. Sie haben Fluchtfahrzeuge für Geheimagenten und Pokalsammler für Rennfahrer gebaut. Die frühen DB-Modelle machten beides, bevor die anderen Hersteller auch nur eines davon beherrschten. Bestes Beispiel: Der DB4 GT tauchte 1959 in Silverstone auf und gewann prompt sein allererstes Rennen. Kein schlechter Einstand für ein Auto, das im Grunde eine straßentaugliche Waffe im Smoking war.
Bis 1962 wurden von den geplanten 100 Exemplaren nur 75 gebaut. Die verbleibenden 25? Unfertig liegen gelassen — ein kleine Werkspause, die sechs Jahrzehnte dauerte.
Dann, ganz in Aston-Manier, entschied man sich, dieses offene Ende zu schließen. 2019 wurden die letzten 25 Fahrzeuge fertiggestellt — nicht in einer glänzenden neuen Fabrik, sondern in exakt derselben wie damals. Man rief sogar einige der ursprünglichen Lieferanten zurück, denn historische Glaubwürdigkeit ist in England Mannschaftssport. Borrani liefert die Speichenräder, Connolly das Leder — und die Geschichte wiederholt sich. Nur besser.
Denn besser ist das entscheidende Wort. Die Continuation war kein reiner Nostalgieanfall, sondern eine zweite Meinung. Die neuen Fahrzeuge kamen mit präziseren Fertigungstoleranzen (moderne Werkzeuge sei Dank), verbesserter Thermik des Reihensechszylinders und einem Fahrwerk, das endlich aufgehört hat, nach links zu driften, wenn der Fahrer geradeaus will.
Der Hubraum wuchs von 3,7 auf 4,2 Liter, die Leistung stieg auf 350 PS. Als reines Rennfahrzeug konzipiert, erhielt die Continuation außerdem einen Überrollkäfig, Schalensitze und einen Kraftstofftank, dem ein herumfliegender Stein nichts anhaben kann. Weiche Gummibuchsen in der Radaufhängung? Weg damit. Ersetzt durch Stahlverbindungen — denn Präzision verhandelt nicht. Jedes Fahrzeug benötigte 4.500 Stunden Handarbeit, was einen beträchtlichen Teil des Neupreises von 1,8 Millionen Euro netto erklärt.
Über dieses Fahrzeug
Einer von nur 25 Exemplaren weltweit, komplett von Aston Martin Works handgefertigt, mit gerade einmal 30 gefahrenen Kilometern praktisch im Zustand ab Werk.
California Sage Green trifft auf zwei silberne Rennstreifen in Works Tailored Titanium Silver — die komplette Lackierung ist mit Steinschlagschutzfolie geschützt.
Innen: schmale Carbon-Schalensitze mit gestepptem Alcantara in Connolly-Leder, silberne Kontrastnähte, gesteppter Mitteltunnel, grauer Dachhimmel und der eingestickte „Works DB4 GT“-Schriftzug auf den Kopfstützen.
Unter der Haube arbeitet der 4,2-Liter-Reihensechszylinder mit 350 PS, geschaltet über ein rein manuelles Getriebe. Für den Renneinsatz konzipiert, kommt der Wagen mit Überrollkäfig, Schalensitzen und ummanteltem Tank; starre Stahlverbindungen statt Gummilager an der Radaufhängung sorgen für direkteres Handling. Dazu Borrani-Speichenräder inklusive Ersatzrad.
Weitere Ausstattung: Standheizung, Intercom-System, Custom Race Kit, lückenlose Fahrzeughistorie und passendes Flightcase.
Enquire. Before someone else does. Die Warteliste der Reue ist länger als die Produktionsliste.
Jürgen Preuss, infact.digital
Copyright: Fotocredits: Alex Pefold, Mechatronik
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