RUF Bergmeister: Der Berg ruft zurück

Hommage oder Neuerfindung? Beim RUF Bergmeister ist die Antwort: beides. Die Manufaktur aus Pfaffenhausen schickt den Geist des Porsche 909 Bergspyder von 1968 in die Gegenwart – und verliert dabei keine Sekunde seinen Charakter.

Die Vorlage

Der Porsche 909 Bergspyder war ein Radikalist. Alles Überflüssige
gestrichen, alles auf Sieg ausgerichtet. Genau diesen Geist wollte RUF wiederbeleben – ohne ihn zu musealisieren.

Das Design übernahm studiokurbos aus Stuttgart, gemeinsam mit Tony Hatter, der über dreißig Jahre lang bei Porsche als Designer arbeitete. Besser hätte man die Brücke zwischen damals und heute kaum bauen können.

„Das Ergebnis ist kein Kompromiss, sondern das Beste aus zwei Welten."

— Andreas Kurbos, Gründer & CEO studiokurbos

Wie er aussieht

Das offene Heck ist die stärkste Ansage des Bergmeisters. Monoturbo und Abgasanlage liegen frei – kein Blech, keine Entschuldigung. Eine direkte Referenz an den Bergspyder, konsequent umgesetzt.

Die Seite ist ruhig, fast minimalistisch. Eine einzige Linie führt das Auge nach hinten, wo das Spektakel beginnt. Vorne ziehen große Lufteinlässe den Blick tief zur Straße. Darunter: ein Porsche 993
Cabrio, zum Speedster umgebaut. Karosserie aus Kohlefaser.

Zwei Farbvarianten, beide direkt aus der Geschichte gezogen: **Neonrot-weiß** und **Smaragdgrün-weiß** – die Originalfarben des 909 neu interpretiert. Dazu Rallyestreifen, Carbon-Anbauteile und das „RBS“-Logo. Motorsport-Feeling ohne Kostümierung.

RUF Bergmeister

Wie er entstand
studiokurbos entwickelte das Design vollständig digital: CAD- und Polygon-Modelle kombiniert, der Kunde per VR-Brille live dabei. Änderungen in Echtzeit, kein wochenlanger Modellbau. Sobald das Okay kam, übernahm RUF in Pfaffenhausen – Handarbeit, Kleinserie.

RUF Bergmeister

Das Original: Porsche 909 Bergspyder (1968)

Zwei Exemplare. Zwei Rennen. Und trotzdem unsterblich.

Der Porsche 909 Bergspyder entstand 1968 unter Ferdinand Piëch mit einem einzigen Ziel: leichter sein als alles, was je auf einen Berghang losgeschickt wurde. Mit rund 375 kg Trockengewicht gelang das eindrucksvoll – weniger als manches Motorrad, ein Fünftel eines Bugatti Veyron. Der 2,0-Liter-Achtzylinder-Boxer leistete rund 275 PS. Wer rechnen mag: Das Leistungsgewicht ließ Formel-1-Autos der Zeit alt aussehen.

Für dieses Gewicht griff Porsche zu allem, was damals möglich war – Titan für die Bremssättel, Beryllium für die Bremsscheiben, Magnesium für die Räder, Kunststoff für die Karosserie. Scheinwerfer? Weggelassen. Selbst die Kabel bestanden aus Leitsilber, weil Kupfer zu schwer war.

Gerhard Mitter, zweifacher Europameister, testete den Wagen und war begeistert – entschied sich bei den Rennen am Gaisberg und am Mont Ventoux dann aber für den bewährten 910. Rolf Stommelen übernahm den 909, fuhr Platz drei und zwei. Anschließend zog sich Porsche aus dem Bergrennsport zurück – und machte den 909 damit sofort zur Legende.

Copyright: RUF

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